„God Welcomes All“ - ein Bericht aus Michigan

Alles begann mit einem Anruf von unserem Oberkirchenrat Viko von Bülow, der auf der Suche nach einem reformierten Pfarrer war, der an Gottesdienstlichen Themen und Fragestellungen interessiert war. Hintergrund war ein Gottesdienst-Symposium in Grand Rapids am Calvin Instutut on Worship, zu dem der Reformierte Bund aus Deutschland mit einer Delegation von 6 Pfarrerinnen und Pfarrern als Lerning Group eingeladen war.

Einer aus dieser Gruppe sollte also aus der westfälischen Landeskirche kommen, da in Westfalen auf die ganze Fläche gesehen viele Reformierte Gemeinden zu finden sind. Die Wahl viel also auf mich und ich freute sehr, also ich mich beim Reformierten Bund in Hannover zu den ersten Vorbereitungstreffen einfinden konnte.

Einige Monate später ging es dann von Hannover nach Amsterdam, von Amsterdam nach Chicago und von Chicago nach Grand Rapids der zweitgrößten Stadt in Michigan. Dort begrüße uns nach einer 18 stündigen Anreise das Calvin Symposium mit dem Lied „God Welcomes All“, ein Lied, das aus der Inona Community stammt und dieses Lied, so merkten wir schnell, war Programm.

God welcomes all, strangers and friends God´s love is strong and it never ends.

In der ersten Arbeitsphase ging es dann um Gottesdienst und Versöhnung. An meinem Tisch (Tisch Nr. 11) saßen Michael aus den USA, Koko aus Japan, Bianca aus Brasilien, Wing Yip aus Hong Kong und Matthew aus Norwegen. Mathew war Universitätsprofessor für Kirchenmusik und begleitet in seiner Freizeit den Osloer Gospelchor – einen Chor, den ich schon mehrfach in Konzerten erleben durfte, was uns beide freute, so hatten wir gleich einen Gesprächseinstieg. Koko war Presbyterin einer Gemeinde, in der es zur Zeit die Herausforderung gibt, das die Familien die Woche über immer auseinander gerissen sind, weil ein Elternteil in der Großstadt arbeiten muss Woche für Woche. Bianca erzählte uns von einer Gemeinde, in der es zur Zeit sehr viele Klaviers und Orgelschüler gibt, weil die Organistin eine andere Stelle in den Niederlanden angenommen hat (ich berichtete von unserer sehr komfortablen Situation, immer stets hoch motivierte und brillante Kirchenmusiker an der Orgel sitzen zu haben, weil die Hochschule für Kirchenmusik in unserer Stadt beheimatet ist.) und Wing Yip erzählte von einer Gemeinde, in der es einen großen Bruch zwischen besonders Armen und besonders Reichen Menschen gibt.

Miachel führte durch das Gespräch und fasste unsere Gesprächsergebnisse zusammen.

Es ging um die Frage, was hat Versöhnung mit Gottesdienst zu tun und wo in der Gemeinde, in der Stadt, im Land oder auf dem Kontinent sollte sich so etwas wie Versöhnung anbahnen. Die nächsten drei Tage standen dann ganz im Zeichen der gemeinsamen Gottesdienste und der Workshops. Wir feierten mal mit 400 mal mit knapp 1000 Christinnen, dann wieder im Intimen Kreis von 40 Personen zusammen Gottesdienst und kamen in Seminaren oder Workshops zusammen, in denen man sich über Gottesdienstfragen austauschen konnte: biblical storytelling, psalm surfing, oder auch liturgical dance für alle war etwas dabei. Es war ein bunte Mischung aus Kirchentag und Universitätsveranstaltung und – das war wahrscheinlich gewollt, man wusste, dass man zu jeder Zeit auch etwas sehr spannendes verpasst, weil man ja nur an einem Ort zur gleichen Zeit sein konnte. Am letzten Tag sangen wir als Delegation vom Reformierten Bund unseren internationalen Freunden mit Wohl denen die da wandeln noch ein Ständchen, um dann alle miteinander in das Lied einzustimmen, mit dem wir vor wenigen Tagen begrüßt wurden.

God welcomes all, strangers and friends God´s love is strong and it never ends.

Und so machten wir uns wieder auf die Reise, um erneut 18 bis 20 Stunden in Flugzeugen und auf Flughäfen zu verbringen. Während der langen Flüge hörten man immer wieder von verschiedenen Ecken des Flugzeuges vereinzelt ein paar Klänge und Gesänge, die wir vom Worship-Symposium mitgebracht hatten. Dann war unsere Reise zu Ende und wir wagten einen Ausblick auf das Reformationsjubiläum 2017, in dem die Generalversammlung der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirche in Deutschland stattfinden wird. Ein schöner Ausblick.

Formulierungs- und Orientierungshilfen für die Umgemeindung in die Petrigemeinde Herford

Schön, dass Sie sich für die Petrigemeinde Herford interessieren. Wir sind die einzige evangelisch-reformierte Gemeinde im Kirchenkreis Herford. Bei allen Gemeinsamkeiten mit unseren lutherischen Schwestergemeinden gibt es doch einige Besonderheiten, die den reformierten Glauben und das Leben in einer reformierten Gemeinde auszeichnen. Wenn Sie sich in die Petrigemeinde umgemeinden lassen möchten, weil Sie sich in unserer Gemeinde wohl fühlen, dann stellen Sie einfach einen Antrag auf Umgemeindung an das Presbyterium. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihren Entschluss kurz begründen würden. Benennen Sie dabei gern, welche Aspekte unseres reformierten Gemeindelebens Ihnen besonders zusagen. Wenn Sie Interesse an einem Glaubensgespräch oder an einem Besuch haben, dann melden Sie sich gern bei uns.

Pfarrer Bodo Ries für das Presbyterium