Leitsätze der Gemeinde

Leitsätze der evangelisch-reformierten Petrigemeinde Herford

Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.
(1. Kor. 3,11)

Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn.
(Kol. 3,17)


Das Presbyterium der Ev.-reformierten Petri-Kirchengemeinde hat sich in seiner Sitzung vom 28. April 2005 auf die folgenden Leitsätze gemeindlichen Handelns verpflichtet:

1. Grundsatz:

„Ihr seid alle durch den Glauben Kinder Gottes in Christus Jesus.“ (Galater 3,26)

In der Mitte des gemeindlichen Lebens steht die Verkündigung der frohen, befreienden und helfenden Botschaft Jesu Christi. Wir bekennen uns zu seinem missionarischen und diakonischen Auftrag. Der für uns gekreuzigte und auferstandene Jesus von Nazareth ist unser einziger Trost im Leben und im Sterben. Davon legen wir in den Gottesdiensten und in den unterschiedlichen gemeindlichen Arbeitsbereichen Zeugnis ab. Er hat uns durch seinen Heiligen Geist mit der bunten Gnade Gottes beschenkt, die wir in das Leben der Gemeinde einbringen wollen, jeder und jede mit der Gabe, die er oder sie empfangen hat.


2. Gottesdienst:

„Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.“ (Apg. 2,42)

Durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, werden wir als christliche Gemeinde in den Gottesdiensten zusammen gerufen. Wir feiern einladende und ansprechende Gottesdienste: Erwachsenengottesdienst, Ko-So–Mo-Gottesdienst (Konfirmanden - Sonntag - Morgen - Gottesdienst), Kindergottesdienst und Gottesdienste mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hier sollen gänzlich neue Formen entwickelt werden.


3. Seelsorge:

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Matthäus 11,28)

Seelsorge heißt, Menschen in ihrer je unterschiedlichen Lebenswirklichkeit wahrzunehmen, sie aufzusuchen und ihnen im Namen Jesu Christi helfend beiseite zu stehen. Das seelsorgerliche Arbeiten ist die intimste Form gemeindlichen Lebens, weil die Seelsorgebegegnung ein Ausdruck christlicher Gemeinschaft ist. Für das Presbyterium ist die Seelsorgearbeit ein wesentlicher Bestandteil gemeindlichen Lebens.


4. Kinder- und Jugendarbeit:

„Lasst die Kinder zu mir kommen und verwehrt es ihnen nicht!“ (Markus 10,14)

Unsere Kinder sind die Christen von morgen. Das Presbyterium weiß um die besondere Verantwortung für die nachkommenden Generationen. Die Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit, in deren Mitte die Hinführung zum christlichen Glauben und die Anbindung an die Gemeinde stehen, ist konsequent fortzuführen.


5. Herforder Mittagstisch:

„Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.“ (Lukas 11,3)

Das Presbyterium ist sich der Verantwortung bewusst für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Die Arbeit des Herforder Mittagstisches, eine Initiative unserer Gemeinde, gibt diesem Verantwortungsbewusstsein eine konkrete Gestalt. Auch wenn der Herforder Mittagstisch eine eigene Rechtsform hat, erkennt das Presbyterium die Notwendigkeit, diesen diakonischen Auftrag als seinen Auftrag wahrzunehmen und ihn zu unterstützen.


6. Offene Kirche:

„Wir wollen singen und spielen im Hause des Herrn, solange wir leben.“ (Jesaja 38,20)

Das Presbyterium will die Angebote einer „Offenen Kirche“ wahrnehmen. Neben verlässlichen Öffnungszeiten der Kirche wird sie ein Ort der Begegnung für Menschen, die Antworten suchen auf Lebens- und Sinnfragen. Durch die Angebote von regelmäßigen Andachten, Gottesdiensten in anderer Form und Gesprächsforen zu gesellschaftlichen und theologischen Themen werden wir diesem Anliegen Rechnung tragen.