Hyrule, Hogwarts & Super Mario – Wenn die hybride Orgel zur Abenteuerwelt wird
Manche Melodien begleiten uns ein Leben lang.
Schon die ersten Töne genügen – und wir sind wieder unterwegs mit Luke Skywalker, betreten die Hallen von Hogwarts, durchstreifen die Wälder Hyrules oder springen mit Super Mario durch das Pilzkönigreich. Filmmusik und Spielesoundtracks gehören längst zu den großen Klangwelten unserer Zeit. Sie erzählen von Mut, Freundschaft, Aufbruch und Hoffnung – und genau deshalb berühren sie Menschen jeden Alters.
Am Sonntag, 9. August um 18 Uhr lädt der Herforder Orgelsommer zu einem außergewöhnlichen Konzert in die Petrikirche ein. Unter dem Titel „Hyrule, Hogwarts & Super Mario – Epic Worlds and Adventure Themes in Concert for Organ” bringt Daniel Skibbe die bekanntesten Melodien aus Star Wars, Harry Potter, Zelda, Pokémon, Super Mario und Jurassic Park auf die Orgel. Gescanntes Dokumentorgel.pdf
Das Besondere dabei: Es sind keine einfachen Bearbeitungen. Daniel Skibbe improvisiert über die berühmten Themen und entwickelt daraus ganz neue musikalische Geschichten. Mal erklingen vertraute Melodien in völlig neuem Gewand, mal entstehen überraschende Klanglandschaften, die es so nur in diesem Moment gibt. Gerade diese Freiheit macht jedes Konzert zu einem einmaligen Erlebnis.
Die hybride Orgel der Petrikirche mit ihren nahezu unerschöpflichen Klangkombinationen eröffnet dabei faszinierende Möglichkeiten. Die Verbindung der historischen Pfeifenorgel mit moderner digitaler Klangtechnik lässt Farben entstehen, die weit über das hinausgehen, was viele mit einer Orgel verbinden. Mal klingt sie wie ein großes Sinfonieorchester, dann wieder geheimnisvoll und schwebend wie eine Filmmusik aus einer anderen Welt. Kraftvolle Blechbläser, feine Streicher, sanfte Flöten oder mächtige Klangwellen – all das macht die großen Abenteuerwelten eindrucksvoll hörbar.
Längst wird Filmmusik von renommierten Orchestern weltweit aufgeführt. Komponisten wie John Williams oder Howard Shore haben Musik geschaffen, die viele Musikkritiker bereits heute als Klassiker des 20. und 21. Jahrhunderts bezeichnen. Dieses Konzert zeigt, wie selbstverständlich diese Klangwelten auch auf der Orgel ihren Platz finden.
Wer bisher glaubte, eine Orgel könne nur Bach oder Choräle spielen, wird an diesem Abend vermutlich überrascht nach Hause gehen. Die Königin der Instrumente zeigt sich von einer Seite, die voller Fantasie, Kraft und Spielfreude steckt.
Ein Konzert für Orgelliebhaber ebenso wie für Familien, Jugendliche, Filmfans und alle, die Lust haben, dieses außergewöhnliche Instrument einmal ganz neu kennenzulernen.
Sonntag, 9. August | 18.00 Uhr | Petrikirche Herford
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Passion und Licht – Eine musikalische Reise durch Hoffnung, Leid und Auferstehung
Es gibt Musik, die unterhält.
Und es gibt Musik, die einen für eine Weile alles um sich herum vergessen lässt.
Unter dem Titel „Passion und Licht” gestaltet Leon Frederic Kleemeier am Sonntag, 23. August um 18 Uhr ein Orgelkonzert, das den Bogen über fast 250 Jahre Musikgeschichte spannt – von Johann Sebastian Bach bis zur großen französischen Orgelmusik des 20. Jahrhunderts. Das Programm führt durch unterschiedliche Epochen und Klangwelten und erzählt dabei von Licht und Dunkelheit, Hoffnung und Neubeginn. Gescanntes Dokumentorgel.pdf
Den Auftakt bildet Johann Sebastian Bachs festliches Präludium und Fuge in G-Dur BWV 541. Kaum ein Werk verbindet virtuose Brillanz und tänzerische Leichtigkeit so eindrucksvoll. Die Musik strahlt eine innere Klarheit aus und zeigt, weshalb Bach bis heute als einer der größten Komponisten überhaupt gilt.
Mit Jean Langlais öffnet sich anschließend eine ganz andere Klangwelt. Seine Musik verbindet gregorianische Tradition mit einer modernen Tonsprache und schafft eine Atmosphäre, die zugleich geheimnisvoll und meditativ wirkt. Sie lädt nicht dazu ein, alles verstehen zu müssen – sondern sich einfach auf den Klang einzulassen.
Im Mittelpunkt des Abends steht Marcel Duprés monumentale Symphonie-Passion, eines der bedeutendsten Orgelwerke des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich aus einer großen Konzertimprovisation entstanden, schildert sie in vier Sätzen die Erwartung des Erlösers, die Geburt Christi, die Kreuzigung und schließlich die Auferstehung. Dupré verbindet dabei überwältigende Klanggewalt mit großer spiritueller Tiefe. Immer wieder entsteht der Eindruck, als würde nicht ein Instrument spielen, sondern ein ganzes Orchester.
Nach dieser intensiven musikalischen Reise schenkt Jean Langlais mit seinem Chant de Paix einen Moment des Innehaltens. Die Musik wirkt wie ein stilles Gebet – ruhig, friedvoll und voller Hoffnung.
Den krönenden Abschluss bildet Louis Viernes berühmtes Carillon de Westminster. Ausgehend von den Glockenschlägen des Londoner Big Ben entfaltet sich eines der eindrucksvollsten Finalwerke der Orgelliteratur. Die Musik steigert sich immer weiter, bis sie schließlich in leuchtender Klangfülle endet – festlich, strahlend und voller Lebensfreude.
Gerade dieses Programm zeigt die besonderen Möglichkeiten der hybriden Orgel der Petrikirche. Mit ihren außergewöhnlich feinen Klangfarben kann sie den unterschiedlichen musikalischen Stilen eindrucksvoll gerecht werden: hier das klare, transparente Klangideal des Barock bei Johann Sebastian Bach, dort die schillernden spätromantischen Farben von Louis Vierne oder die geheimnisvollen, atmosphärischen Klangflächen der französischen Moderne bei Marcel Dupré und Jean Langlais. Die Verbindung historischer Pfeifenklänge mit moderner digitaler Klangtechnik eröffnet eine beeindruckende Vielfalt an Klangfarben und lässt jede Epoche in ihrer ganz eigenen musikalischen Sprache lebendig werden.
Dieses Konzert möchte nicht nur beeindrucken. Es lädt dazu ein, für eine Stunde den Alltag hinter sich zu lassen und sich von der Musik tragen zu lassen. Man geht vielleicht nicht mit Antworten auf alle Fragen nach Hause – aber mit einer neuen Ruhe, einem weiten Herzen und der Erfahrung, dass selbst nach den dunkelsten Tönen wieder Licht aufbrechen kann.
Sonntag, 23. August | 18.00 Uhr | Petrikirche Herford Gescanntes Dokumentorgel.pdf

